Was ist Teffmehl?

Das kleinste (Pseudo-)Getreide der Welt: Teff ist die Quelle für ein glutenfreies Mehl. Das Teffmehl wird aus der Zwerghirse gewonnen. Dieses Süßgras begleitet die Menschen in Äthiopien seit Tausenden Jahren. Teffmehl wird gerade von sich bewusst ernährenden Europäern entdeckt. Es dient als Ergänzung für eine basische Ernährung und wird auch von Menschen gut vertragen, die auf Getreide mit Bauchschmerzen reagieren.

Das basische Teffmehl sorgt für mehr Abwechslung in der bewussten Ernährung

Obst und Gemüse sollten den Großteil einer bewussten Ernährung ausmachen und täglich frisch auf den Tellern landen. Ihre leuchtenden Farben machen schon beim Hinsehen Appetit. Auch in der basischen Ernährung kommt ihnen die größte Bedeutung zu. Eine basenüberschüssige Kost soll viele positive Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Doch manchmal vermisst man schon die gewohnten Produkte aus Mehl, die in der klassischen Ernährung überrepräsentiert sind. An jeder Ecke bekommt man Brot, Brötchen, Snacks und Teilchen aus klassischem Mehl. Beim Basenfasten kommen diese natürlich nicht infrage, da sie Säure bildend wirken, doch es gibt eine fantastische Alternative: das basische Teffmehl. Aus Teffmehl lassen sich verschiedenste Leckereien zaubern, sodass man den Versuchungen besser widerstehen kann.

Wie verwendet man Teffmehl?

Ihr werdet wahrscheinlich auch völlig begeistert sein, wenn ihr ausprobiert, was sich aus dem schmackhaften Mehl der Zwerghirse alles zaubern lässt. Es zeigt in Verbindung mit Flüssigkeit deutlich bessere Bindungseigenschaften als andere glutenfreie Mehle. Die flexiblen und elastischen Teige kleben nicht und können für süße und herzhafte Gerichte gleichermaßen verwendet werden. Versucht mal selbst gemachte, köstliche belgische Waffeln mit einem Waffeleisen.

(Hier bei amazon gibt es ein geniales Eisen für Herzwaffeln am Stiel. Süß!) Kreiert basische Plätzchen und Kekse, fantastische Obsttorten mit basischem Boden oder selbst gemachte Pasta. Besonders am Abend, wenn keine Rohkost mehr gegessen werden soll, sind die leckeren Speisen aus Teffmehl eine willkommene Abwechslung. Natürlich könnt ihr auch Bratlinge oder Pfannkuchen aus dem feinen Teffmehl machen oder es als Paniermehl verwenden. Mit Teff lässt sich auch Brot backen, das gesund unsd gut für den Körper ist. Teff eignet sich auch für eine Low Carb Diät.

Rezept für Waffeln aus Teffmehl:

100 g Butter, 2 Bananen – Ersatz für Zucker, 150 g Teffmehl, 75 ml Mineralwasser

Zubereitung:

Die Banane zerdrücken und mit dem Mineralwasser verrühren. Die geschmolzene Butter und das Teffmehl hinzufügen und zu einem glatten Teig verarbeiten. Etwas Öl auf das Waffeleisen geben und ausbacken.

Teffmehl

Teffmehl kann auch mit anderen Getreidesorten gemischt werden, wobei es dann nicht mehr als basisch einzuschätzen ist. Es sei denn, es wird gemeinsam mit gekeimtem, getrocknetem und gemahlenem Getreide verarbeitet. Dann kann es dessen Backeigenschaften deutlich verbessern und die Verarbeitung vereinfachen.

Doch welche Eigenschaften machen das Teffmehl noch so einzigartig?

Teff – das Getreide, das die Menschheit begleitet

Teff stammt ursprünglich aus Äthiopien, wo sich auch die „Wiege der Menschheit“ befindet. Hier wird es schon seit 6000 Jahren angebaut und verwendet. Es ist damit das älteste Getreide der Menschheit und begleitet sie bis in die heutige Zeit. Man nennt es auch Zwerghirse. Ähnlich wie die Hirse, die ebenfalls basisch verstoffwechselt wird, ist Teff vollwertig und vitalstoffreich. Es bietet dem Körper reichlich Calcium, Magnesium und Eisen und ist sehr eiweißreich. In seinem Heimatland wird es zu einem traditionellen Fladenbrot verarbeitet. Doch nicht nur das, es dient dort auch zum Brauen von Bier und Schnaps, während das Stroh der Pflanze einerseits als Tierfutter und andererseits zum Bauen von Hütten verwendet wird.

„Teffa“ bedeutet „verloren“

Der Begriff Teff kommt wahrscheinlich von „teffa“, was so viel wie „verloren“ bedeutet. Die Körner der Zwerghirse sind nämlich so klein wie Mohnsamen, sodass sie schnell verloren gehen können.
Eine einzige Pflanze produziert 10.000 Körner. 150 der weißen, hellbraunen, roten oder fast schwarzen Teffkörner wiegen ein Weizenkorn auf. Die roten Exemplare enthalten das meiste Eisen, die braunen haben hingegen die meisten Nährstoffe.

Wo bekomme ich Teffmehl?

Das Minigetreide war bis vor einigen Jahren in unseren Breiten noch gänzlich unbekannt, wird mittlerweile aber mit großem Erfolg angebaut und gilt als Super-Food. Es ist empfehlenswert, ein Teffmehl aus heimischem Anbau zu bevorzugen. So geht man auf Nummer sicher, dass es in seinem Ursprungsland weiterhin der Bevölkerung in ausreichender Menge zur Verfügung steht.

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Warum ist Teffmehl so gesund?

Die Bezeichnung „super“ trifft auf dieses Korn ohne jegliche Übertreibung zu. Es wird stets im vollen Korn verarbeitet und enthält auf 100 Gramm:

  • 73 Gramm Kohlenhydrate – Sie werden langsam verstoffwechselt. Der Blutzuckerspiegel steigt also nur sachte an und sinkt ebenso langsam wieder. Heißhungerattacken bleiben aus.
  • 8 Gramm Ballststoffe – Unterstützen die Verdauung und verringern das Hungergefühl.
  • 13 Gramm Eiweiß – Damit kann sich kaum ein anderes Getreide messen. Teff enthält alle Aminosäuren, unter anderem auch das seltene Lysin.
  • mehr als 400 mg Kalium – Kalium ist essentiell wichtig für den Körper, um Bluthochdruck, Nierensteinen, Knochenschwund und Schlaganfällen vorzubeugen. Erwachsene sollen mindestens 2000 mg Kalium täglich einnehmen, besser sind bis zu 4000 mg.
  • 185 mg Magnesium – Wer kennt es nicht? Wadenkrämpfe halten einen in der Nacht wach. Grund ist häufig ein Mangel an Magnesium, der durch den übermäßigen Verzehr sauer verstoffwechselter Lebensmittel entstehen kann. Teff enthält so viel Magnesium, dass bereits 200 Gramm die empfohlene Tageszufuhr von 300 bis 400 mg decken.
  • 11 – 19 mg Eisen – Das weiße Teff hat einen niedrigeren Eisengehalt als etwa das rote. Dennoch genügen rund 100 Gramm des Mehls, um den Tagesbedarf dieses Spurenelements zu decken.

Auch bei Zöliakie kann Teff helfen

Das Gluten in vielen Getreidesorten macht empfindlichen Menschen zu schaffen. Ihr Darm kann den „Getreidekleber“ nicht angemessen verarbeiten und reagiert mit einer entzündlichen Erkrankung. Für viele ist das der Grund für eine Low Carb Diät, doch das gesunde Backen mit Teff, das gluetnfrei ist, stellt eine Alternative dar. Der Grund für die Unverträglichkeiten auf Getreide ist nicht nur, dass moderne Getreidesorten veränderte Eigenschaften haben und häufig mit Pestiziden und anderen Mitteln behandelt werden. Auch die Verarbeitung hat sich verändert. Zum Beispiel ruht ein Teig in einer Großbäckerei heute nicht mehr so lange, wie es vor einigen Jahren noch der Fall war. Diese Ruhezeit sorgte dafür, dass schon einiges des enthaltenen Glutens abgebaut wurde.
Teffmehl kann Betroffenen helfen, bei der Ernährung weniger Verzicht üben zu müssen, indem es als Ersatz für die konventionellen Mehlsorten dient. Vielleicht entdeckt der eine oder andere das Backen für sich und versorgt sich ab sofort selbst mit frischem Brot und Brötchen aus Teffmehl. Das Ur-Getreide kann auch wie Polenta verarbeitet werden. Guten Appetit!

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