Herrin des Rings

Gelesen: Die Herrin des Rings

Die Herrin des Rings ist ein historischer Roman, der im Aachen des 13. Jahrhunderts spielt. Protagonistin Alina lebt seit dem Tod ihres Vaters auf dem kleinen Hof ihrer Tante und lebt ein einfaches, aber zufriedenes Leben. Ihr einziger kostbarer Besitz ist ein fein gearbeiteter, goldener Ring aus dem Nachlass ihres Vaters, den sie an einem Band um den Hals trägt.

Eines Tages kommt Leben in das gleichförmige Geschehen des Hofes, als eine hochschwangere, verzweifelte Frau bei den Bäuerinnen einkehrt und mit einem Sohn niederkommt. Es ist Margarete von Jülich, ein berechnendes und faules Weibsbild, das eines Tages Alinas Ring entdeckt und ihn stiehlt. Mit ihrem kostbaren Schatz macht sie sich auf die Flucht – den neugeborenen Sohn lässt sie zurück.
Glücklicherweise taucht kurz danach Heiner auf, ein alter Freund Alinas, dessen Frau ebenfalls vor kurzem entbunden hatte. Sie nimmt sich des Kindes als Amme an, während Alina und Heiner sich auf die Suche nach der Markgräfin von Jülich machen.
Hinter den Stadtmauern von Aachen werden sie eingeschneit und kommen bei Heiners Familie unter. Alina sucht Margarete, findet stattdessen jedoch zwei Bettler, von denen sich einer später als ihr verschollener Onkel erweist und hadert mit einigen Unbillen, denen man als Frau zu dieser Zeit eben ausgesetzt ist.
In kurzen Kapiteln wird auf die Herkunft des Ringes eingegangen, welcher Fastrada, einer der Frauen Karls des Großen gehört haben soll und über magisch bindende Eigenschaften verfügt.


Meine Meinung zu: Die Herrin des Rings


Die Geschichte war gut recherchiert, in authentischer Sprache geschrieben und unglaublich langweilig. Ich war direkt erleichtert als Alina und Leon, auf den sie in Aachen ein Auge geworfen hatte, in Gefangenschaft und Gefahr gerieten – endlich etwas Spannung! Diese hielt jedoch nicht lange an, denn schnell waren die beiden wieder befreit.
Die Zusammenhänge der Geschichte wirkten teilweise stark konstruiert. Eine in wörtlicher Rede wiedergegebene Geschichte wechselte mittendrin zur Erzählform. Obwohl einfach geschrieben war der Erzählstrang teilweise verwirrend. Fastradas Geschichte in der Rückschau tauchte zu selten und zu unregelmäßig auf. Es war nämlich recht amüsant, wie Karl mit dem stinkenden Leichnam seiner Frau durch das Land prozessierte und seine Begleiter damit über die Maßen beanspruchte.

Insgesamt ist: Die Herrin des Rings ein gutes Beispiel dafür, dass Geschichten von Konflikten und Problemen leben.

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