Gelesen: Das Zeichen der Isis

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Bei Das Zeichen der Isis handelt es sich um einen historischen Roman, der die Leserin in die Zeit um 79 n.d.Z. entführt. Wer hat nicht von dem dramatischen Untergang Pompejis gehört, den wir beim Lesen hautnah miterleben. Der ausbrechende Vulkan, dessen Ausbruch sich bereits seit einigen Tagen ankündigte, begräbt die Stadt und einen Teil ihrer Bewohner unter einer meterhohen Schicht von Asche.

Die selbstbewusste und kreative Protagonistin Lydia verliert ihren Ehemann und den Vater ihres Kindes an die Katastrophe. Heinatlos geworden folgt sie dem Schwager nach Alexandria. Dort trifft sie auf verschlungenen Pfaden auf die Schwesternschaft der ISIS, die ihr mehr als nur eine physische Zuflucht anbieten: Auch ihre spirituelle Heimat soll hier sein. Wie soll Lydia sich entscheiden, und wohin zieht sie ihr Herz? Kommt sie über den Ehemann hinweg, den sie im Traum besucht, verliebt sie sich in den Schwager, der ihm so ähnlich ist oder folgt sie doch dem Wüstensohn, der sie erst entführt und dann ihr Herz erobert?

Die Geschichte ist wunderbar flüssig und stimmig erzählt, auch wenn das Setting nicht einfach ist. Immerhin befinden wir uns lange vor der uns bekannten Zeit, reisen mit Lydia in Sänften durch die Wüste, erleben Alexandria und geheime, unentdeckte Orte und machen Ausflüge in das Totenreich. Zudem erfahren wir mehr über die politischen Irrungen und Wirrungen dieser Zeit und fiebern mit, wenn lieb gewonnene Personen durch Intrigen ausgeschaltet werden sollen.

Auch wenn die Umgebung sehr weit weg ist, sind die Figuren uns doch ganz nah und werden vor dem inneren Auge lebendig. Das Zeichen der Isis bekommt von mir eine klare Leseempfehlung für alle, die historische Romane lieben und die einen Ausflug machen wollen, der weit über das Mittelalter hinausgeht.

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