Der Racheplan, Kurzgeschichte

Kurzgeschichte

Mein Verfolger sitzt mir nun schon ein paar Minuten im Nacken. Ich laufe endlich in Richtung Paternoster, jetzt, wo er müde geworden ist. Dabei bremse ich jeden meiner Schritte ab, denn die Siebenmeilenstiefel, die ich für diesen Auftrag benutzen darf, haben es eilig.
In der letzten Sekunde, bevor sich die Türen knarrend schließend, husche ich in die altmodische Gondel. Der Rote schafft es hinter mir hinein. Ich blicke über die Schulter, sehe sein siegessicheres Lächeln und den schwarzen Vorhang, der sich vor seinen Augen zuzieht. Es ist nicht schwer zu erraten, was er gern mit mir machen möchte – schließlich habe ich ihn lang genug provoziert. Ein Bild meiner Schwester schiebt sich in meine Gedanken. Nachdem sie ihm in die Hände gefallen war, hat es einhundertdreiundfünfzig Jahre gedauert, bis sie wieder sie selbst war. Also, beinahe sie selbst.
Während er ansetzt, um sein berüchtigtes grollendes Lachen heraus zu donnern, das bei einer besonders empfindlichen Elfe mal die Flügel zerfetzt hat, passieren wir den 3. Stock und damit das Ziel dieser kleinen Reise und Racheaktion. Ich werfe das magische Pulver auf den Boden, das uns kurz vor dem 4. Stock einnebelt und den Fahrstuhl, das Gebäude und den ganzen Stadtteil verschwinden lässt. Als der magische Staub sich legt, wird ersichtlich, wo wir uns wirklich befinden. In Jagamar, wo die Kreatur nichts ausrichten kann. Das ging leichter, als gedacht!
Hinter mir ertönt das grollende Lachen und jagt mir einen Schauer über den Rücken. „Hexe!“, donnert mein Erzfeind, „du kommst dir wohl sehr klug vor.“
Vor meinen Augen löst sich Jagamar langsam auf und stattdessen erscheint eine dunkle Wüste. Nachtschwarzer Sand wirbelt über den Boden. Kälte packt mein Herz. Die Fallenstellerin ist in die Falle gegangen.

Gelesen: Das Zeichen der Isis

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Bei Das Zeichen der Isis handelt es sich um einen historischen Roman, der die Leserin in die Zeit um 79 n.d.Z. entführt. Wer hat nicht von dem dramatischen Untergang Pompejis gehört, den wir beim Lesen hautnah miterleben. Der ausbrechende Vulkan, dessen Ausbruch sich bereits seit einigen Tagen ankündigte, begräbt die Stadt und einen Teil ihrer Bewohner unter einer meterhohen Schicht von Asche.

Die selbstbewusste und kreative Protagonistin Lydia verliert ihren Ehemann und den Vater ihres Kindes an die Katastrophe. Heinatlos geworden folgt sie dem Schwager nach Alexandria. Dort trifft sie auf verschlungenen Pfaden auf die Schwesternschaft der ISIS, die ihr mehr als nur eine physische Zuflucht anbieten: Auch ihre spirituelle Heimat soll hier sein. Wie soll Lydia sich entscheiden, und wohin zieht sie ihr Herz? Kommt sie über den Ehemann hinweg, den sie im Traum besucht, verliebt sie sich in den Schwager, der ihm so ähnlich ist oder folgt sie doch dem Wüstensohn, der sie erst entführt und dann ihr Herz erobert?

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Crowdfunding für ein Buch. element8. Nr. 2

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Das erste Buch von Wolfgang Kirchner: element 8, das Flüstern der Erde habe ich vor einiger Zeit auf meinem Blog vorgestellt. Aktuell ist es nur als eBook erhältlich:

Vor Kurzem hat Wolfgang mich angeschrieben und mich auf sein Crowdfunding Projekt aufmerksam gemacht, das er zur Finanzierung des zweiten Teils gestartet hat. Klickt mal HIER und lasst euch erzählen, was es Neues geben wird. Das Geld soll für  Lektorat, Satz und Druck des Taschenbuches, sowie die Veröffentlichung als eBook eingesetzt werden.

Gerne frage ich Wolfgang hinterher nach seinen Erfahrungen mit dem Crowdfunding für ein Buch. Wie ist es bei euch, habt ihr schon einmal ein Buch über Crowdfunding finanziert oder würdet ihr es tun? Wärt ihr bereit, einen Autoren auf diese Weise zu unterstützen?

So hat mir der erste Teil von element 8 gefallen

element8 ist eines dieser Bücher, den Leser ganz in eine andere Welt entführen. Darum sollte man sich für das Lesen Zeit nehmen und nicht denken, dass man es zwischen Tür und Angel erledigen kann.

Der Debütroman von Wolfgang Kirchner zeigt gleich zu Anfang eine Karte, in der die Welt Artei vorgestellt wird. Für Fantasy Fans ist das natürlich ein besonderes Schmankerl, denn so kann man leicht mit dem Finger dem Weg der Protagonisten folgen. Die Geschichte schließt mit einem Glossar. Das ist auch wichtig, um viele der Begriffe verstehen zu können, die der Autor verwendet. Was aber befindet sich zwischen den beiden Buchdeckeln?

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So geht es mit meinem Roman voran + #nanowrimoinch2019

Herbstzeit ist Kerzenzeit – und Schreibzeit. Wie geht es mir mit dem #nanowrimo? Nun ja, es geht langsam voran. Es ist einfach zu viel Arbeit im Alltag, aber was muss, muss eben 😉 Ich schreibe beinahe täglich und jedes Mal mindestens 500 Wörter. Es könnte durchaus schneller gehen, aber ich bleibe bei meiner positiven Einstellung. Zudem muss ich gestehen, dass ich das Geschriebene schon mehrmals überarbeitet habe. Ich bin es vom Texten eben so gewöhnt, dass man einen Text nicht „unfertig“ lässt 😀

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