Befreie deinen Content vom Algorithmus – mach ihn stattdessen zu deinem Garten
Das Problem: Wenn du dich auf Algorithmen verlässt, kannst du über Nacht alles verlieren.
Die Inspiration: Bau deine eigenen Kanäle, um mit deinen Kunden zu sprechen. Wirf deine Ressourcen nicht in ein System, das du nicht kontrollieren kannst. Erschaffe deinen eigenen Content-Garten.
Dieser Impuls ist für alle, die ihren Content selbst wuppen – egal ob Freelancer, Solopreneur oder Profi. Wenn du Permakultur kennst, wirst du sofort verstehen, worum es geht.

Über mich: Ich bin Manuela. Autorin, Ghostwriterin, Philosophin, Mutter und Großmutter. Seit 2007 führe ich ein Handmade-Business, seit 2010 verkaufe ich auf Facebook. Parallel schreibe ich seit zehn Jahren Texte für verschiedenste Unternehmen. Als der Content-Markt einbrach, arbeitete ich als Prompt Engineer und gab KI-Workshops. In den letzten Jahren habe ich viel im Garten experimentiert – jetzt verwandle ich mein Wissen über Marketing in ein Content-System nach den Prinzipien der Permakultur.
Jahrelang hat man uns das gleiche Social Media Märchen erzählt
Wenn du auf Social Media nicht erfolgreich bist, bist du selbst schuld. Alles, was du brauchst, ist eine bessere Strategie, smartere Hooks, mehr Reels, kürzere Reels, krassere CTAs, ein schärferes Profil oder schlauere Ads. Oder du produzierst einfach 30 Reels in zehn Minuten – denn jeder liebt KI-generierten Content, richtig?
Kauf die Methode. Optimiere dich selbst. Streng dich mehr an. Aber was, wenn nicht du das Problem bist? Was, wenn sich einfach die Landschaft verändert hat?
Ich bin seit 18 Jahren in diesem Spiel
Bei mir gab es keine dramatischen Durchbrüche, nur stetige Selbstständigkeit. 2007 startete ich meine erste Website für meine Marke Immertreu®, 2010 kam die Facebook-Seite dazu. Damals baute ich meinen gesamten Kundenstamm organisch über Facebook auf – für meine Waldorfpuppen und später für meinen Fachmietladen. Es hat funktioniert.

Aber hier ist der entscheidende Punkt: Mein Business war nie Facebook. Social Media war nur ein Außenposten, nicht das Fundament. Die Menschen haben mich ihren Freunden empfohlen, die wurden zu Kunden und schließlich Teil meiner Community. Es ging um echte menschliche Verbindung. Heute fühlt sich das anders an. Es fühlt sich unsicher an, als würde das Fundament unter unseren Füßen wegbrechen.
Der Wandel, den wir jetzt brauchen
Alleine diese Woche habe ich Folgendes erlebt:
• Ein Unternehmer, dessen Reichweite über Nacht massiv eingeschränkt wurde, was seine Existenz bedroht.
• Ein Musiker, der gegen Dutzende Fake-Profile kämpft, die sein Publikum abzocken.
• Ich las einen Bericht über „algorithmic smuggling“: Das Wort „Demokratie“ drosselte die Reichweite – erst als es durch „Gemüsesuppe“ ersetzt wurde, lief der Post wieder.
Lass das mal kurz sacken.
Wenn wir Codewörter benutzen müssen, um Bestrafung zu entgehen, bauen wir kein Business auf, sondern werden zu Sklaven der Algorithmen. Am Ende weiß ich nicht nur nicht, wer mich sieht und warum, es könnte auch eine automatisch angepasste Version meines Contents ausgespielt werden. Und ich wüsste es nicht einmal. Was wäre, wenn das Wort „Demokratie“ ganz von selbst aus dem Inhalt verschwindet?
Social Media ist zum Abhängigkeitsmodell geworden
Man sagt dir: „Wenn es nicht läuft, musst du härter optimieren.“ Die Wahrheit ist simpler: Du baust auf geliehenem Land. Und geliehenes Land kann dir jederzeit weggenommen werden. Der Algorithmus macht deinen Content zu einem Wegwerfartikel unter vielen. Du wirst nicht mehr den Menschen gezeigt, die dir folgen, sondern denen, die deinem Thema folgen.
In meinem Fall sieht das so aus: Scroll -> Oh, schöne Waldorfpuppe von Immertreu, ha! — Nächste Puppe, süß! — Anzeige für Wachsmalstifte. — Reel über bedürfnisorientierte Erziehung. Und das alles in unter zehn Sekunden. Die KI beschleunigt diesen Wahnsinn nur noch.
KI ist deshalb nicht die Lösung! Du bist kein Influencer, du willst Kunden gewinnen. Aber du konkurrierst jetzt mit Leuten, die Content als Massenware produzieren – mit hunderten Profilen, tausenden Reels und Klickfarmen. 50 % des Traffics kommen von Bots. Das ist kein fruchtbarer Boden mehr.
Es gibt eine andere Option: Sie ist nicht extrem, aber sehr alt

Owned Media. Deine Website, dein Newsletter, deine Plattform, DEIN Boden. Statt endlos Content zu produzieren, der im Feed stirbt, baust du Assets auf, die über die Zeit an Wert gewinnen. Statt Sichtbarkeit zu jagen, kultivierst du Kontinuität. Erschaffe Content, der in zwei Jahren noch funktioniert, weil er auf deinem Grund und Boden lebt. Nutze Social Media als Wegweiser, nicht als Zuhause, und lade die Menschen in dein eigenes Ökosystem ein. Vielleicht sind die Zahlen dort kleiner, aber die Verbindung ist echt.
Content-Permakultur
In der Permakultur kämpfst du nicht gegen den Boden. Du beobachtest und gestaltest intelligent. Du pflanzt für Jahreszeiten, nicht für kurze Hypes. Content kann genauso funktionieren.
Statt:
• Dauer-Performance,
• Algorithmus-Angst
• und emotionaler Abhängigkeit,
… gestaltest du ein System, das dich nährt.
Es geht nicht darum, Social Media fluchtartig zu verlassen. Es geht darum, es neu zu positionieren.
• Von der Abhängigkeit zum Vertriebskanal.
• Von der Identität zum Werkzeug.
Stell dir vor, du wachst auf und checkst nicht als Erstes, ob der Algorithmus dich heute mag. Stell dir vor, du blickst stattdessen in deinen eigenen Garten. Du siehst Wachstum, das nicht über Nacht verschwindet. Es ist Zeit, die Maschine nicht mehr zu füttern und stattdessen deinen eigenen Boden zu bestellen.
Willkommen in deinem Content-Garten.
Ist das einen Gedanken wert?
Du kannst heute anfangen, Schritt für Schritt. Betrachte deine Strategie durch die Brille der Permakultur. Ihre Prinzipien geben keine fertigen Antworten – sie helfen dir, die richtigen Fragen zu stellen und die Dinge für dich selbst zu klären.
Das erste Prinzip von Holmgrens Permakultur Prinzipien heißt: Beobachten und Interagieren. Nimm dir Zeit wahrzunehmen, was passiert, bevor du handelst.
Mach eine Bestandsaufnahme:
- Wo bist du am stärksten von Algorithmen abhängig?
- Pflegst du deinen Newsletter?
- Steigen deine Kosten, während der Ertrag sinkt?
- Beobachte einfach und mach dir Notizen. Kein Grund zur Eile.
Wenn du mich fragst, wovon ich träume: Weniger Content, mehr echtes Leben. Ich glaube, wir stecken mitten in einem Wandel. Niemand weiß, wie KI unser Marketing verändern wird, aber ich bin sicher: Im echten Leben wird sie weniger Einfluss haben. Wir müssen Menschen begegnen, die echt sind – nicht nur gefilterten Oberflächen. Für mein Handwerk bedeutet das: mehr Märkte. Für mein Content-Business bedeutet das: Ich bin für dich da, wenn sich unsere Wege kreuzen.
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